Continental rollt weiter in das Jubiläumsjahr

Mobilität. Unser Herzschlag seit 150 Jahren

2021 ist für Continental ein besonderes Jahr: Am 8. Oktober wird unser Unternehmen 150 Jahre alt.  Wir haben allen Grund, auf unsere Entwicklung in den vergangenen 150 Jahren stolz zu sein! Daher werden wir unsere Vergangenheit, Gegenwart und vor allem unsere Zukunft im Rahmen unseres Jubiläums unter dem Motto „Mobilität. Unser Herzschlag seit 150 Jahren“ gebührend würdigen. Steigen Sie ins Jubiläum ein und gestalten Sie es mit. Wir starten mit einer weltweiten Aktion, die allen erlaubt, Continental einmal ganz anders zu erleben: Und zwar in einem virtuellen Parcour mit Murmeln.

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Das Online-Game Marble Adventure ist ganz einfach mit jedem Endgerät per QR-Code oder Link zu erreichen.

Die Spielerinnen und Spieler steuern eine Murmel durch die Unternehmensgeschichte. Los geht’s in der Gegenwart und quer über die Dächer des neuen Headquarters. Dabei darf man nicht vom Weg abkommen, muss Hindernisse umfahren und möglichst viele Jubiläums-Coins einsammeln. Für diese Coins bekommt man Accessoires, mit denen man die Murmel ausstatten kann. Von einer Sonnenbrille oder einem Continental-Cap, bis hin zu Kopfhörern und Rentierohren ist alles dabei. Mit etwas Geschicklichkeit, Ausdauer und ein bisschen Glück erspielt man sich bis zu 3 Sterne pro Level und landet eventuell sogar auf der Bestenliste. Nach 15 Leveln geht es durch einen Zeitstrudel zurück in das Continental Gründungsjahr 1871. Jeden Monat kommt eine neue Region und damit ein neuer Meilenstein der Unternehmensgeschichte dazu.

Die dritte Welt nimmt die Spielenden mit in luftige Höhen und das Jahr 1910, als Ballonstoff von Continental im ersten deutschen Luftschiff verarbeitet wurde. Danach geht es unter anderem in die schneebedeckten Berge der Alpen, auf kurvige Bahnen von Rennpisten und in die Produktionshallen von 1990. Zum 150. Geburtstag im Oktober dreht sich in der 10. Region alles um das Jubiläumsjahr 2021. Die Spielenden können sich allein oder zusammen mit Freunden, Familie und Kollegen der Spiel-Leidenschaft hingeben. In diesem Mulitplayer-Modus ist es auch möglich, gegen internationale Teams anzutreten. Ein weiteres Feature für kreative Bastler: Bald können mit dem Level Editor sogar eigene Routen gebaut werden, die mit Mitspielern geteilt werden können. 

Mit dem Marble Adventure Game feiern wir ein ganzes Jahr lang Geburtstag und entdecken spielend die Geschichte der Continental. Dieses gemeinsame digitale Erlebnis verbindet alle Mitarbeitenden, unsere Partner und Kunden mit dem Unternehmen und sorgt darüber hinaus – durch die Möglichkeit in Teams gegeneinander anzutreten – auch für ein Gemeinschaftsgefühl. In Zeiten, in denen wir alle viel Zeit zu Hause verbringen, ein rares Gut.

Denise Maria Eichhorn
Senior Project Manager Group Brand Communications, Continental

Trend Gamification

In der Gesellschaft wird immer besser verstanden, wie Gamification dabei helfen kann, Menschen zu informieren, zu motivieren und Prozesse effektiver zu gestalten. Schließlich liegt der Spieltrieb in der Natur des Menschen. Wann immer wir spielen, lernen wir auch. Und gute Laune bei der Arbeit war schon immer ein Erfolgsfaktor.

Ali Mahlodji, Trendforscher des Zukunftsinstituts, einer der einflussreichsten Think Tanks der europäischen Trend- und Zukunftsforschung, sagt voraus, dass es künftig darum geht, den Wettbewerbsgedanken bei der Arbeit loszulassen und Aufgaben spielerisch zu begegnen. „Wir haben vergessen, wie sehr uns dieses ergebnisoffene Herantasten an die Welt in unserer Entwicklung nach vorne gebracht hat. Unternehmen müssen sich in zunehmend komplexeren Umfeldern wieder darauf besinnen, dass es der angeborene Spieltrieb ist, der uns dazu bringt, etwas Hochkomplexes wie das Laufen selbst zu erlernen, und zwar in dem Ausmaß, dass es Teil unseres Unterbewusstseins wird.“ Eine verzeihende Fehlerkultur und die Möglichkeit zu probieren, bis es geschafft ist, sind elementar wichtig, um eine wirksame Spielkultur zu entwickeln.

Wir haben vergessen, wie sehr uns dieses ergebnisoffene Herantasten an die Welt in unserer Entwicklung nach vorne gebracht hat.

Ali Mahlodji,
Trendforscher im Zukunftsinstitut

Spiele gibt es bereits in vielen Unternehmen. SAP zum Beispiel hat ein digitales Golfspiel entwickelt, mit dem Projekte zwischen Abteilungen, wie ein Golfball, hin und her gespielt werden. Die NASA schult Mitarbeiter mit einem Serious Game. Sie können in einer 3D-Welt in verschiedene Situationen am Arbeitsplatz eintauchen und proben, wie sie sich am besten in Bezug auf Mobbing und Belästigung verhalten. Beim deutschen IT-Dienstleister Datagroup kann man online 7 Rätsel lösen und sich ein Bewerbungsgespräch erspielen. Das Unternehmen reagiert so erfolgreich auf den IT-Fachkräftemangel und will signalisieren: Wir denken anders, wir arbeiten anders, wir finden bessere Lösungen.

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Computerspiele gewinnen insgesamt mehr gesellschaftliche Relevanz. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Entwicklung von Spielen seit September 2018 mit 250 Millionen Euro. Denn in Deutschland werden viele Spiele verkauft – gerade jetzt während der Pandemie – aber eben noch nicht im großen Stil entwickelt. Die Begründung für das Förderungsvolumen: „Die Computerspielebranche ist eine global stark wachsende Branche. Deutschland ist der größte Markt in Europa und der fünftgrößte Markt weltweit. Als Teil der digitalen Kreativbranche hat die Computerspieleentwicklung eine hohe Innovationskraft. Neben technischen Innovationen (z.B. in den Bereichen Grafikverarbeitung, 3D-Modellierung, Virtual Reality) und kulturellen Neuerungen sind auch Prozess- und wirtschaftliche Innovationen zu beobachten. Auch andere Wirtschaftsbereiche (wie Filmwirtschaft, Architektur- und Baubranche, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Pflege) profitieren von den technischen Innovationen und dem Know-how der Branche.“

Werden wir jetzt alle zu Gamern? Spielt sich unser Leben und das unserer Kinder mehr und mehr online ab? Bis zu einem gewissen Grad sicherlich – auch über die Pandemie hinaus. Womit wir zur Frage kommen:

Sind Computerspiele gut für uns?

Die Neurowissenschaftlerin Simone Kühn untersuchte die positiven Effekte von Computerspielen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Ihr Ergebnis: Das Spiel "Super Mario 3D" lässt die für räumliche Vorstellung, strategisches Planen und die Fingersteuerung zuständigen Gehirnregionen wachsen. Ihr fiel auf, dass Spaß dabei eine Rolle spielt. Denn die Gehirne von Probanden einer Vergleichsgruppe, die ein langweiliges Computerspiel spielten, zeigten keine Veränderungen. Hirnwachstum und Spielspaß hängen also miteinander zusammen. Unklar bleibt vorerst, was Ursache und was Wirkung ist.

 

Der US-Forscher Douglas Gentile beobachtete Chirurgen, die mit sehr feinen optischen Instrumenten minimalinvasive Eingriffe in der Bauchhöhle vornehmen. Diejenigen, die regelmäßig am Computer spielten, seien bei Eingriffen 27 Prozent schneller und machten 37 Prozent weniger Fehler, heißt es in seiner Studie.

Und er fand heraus, dass Videospiele, in denen es auf soziale Interaktion ankommt, dazu führen, dass Schüler Streitereien vermeiden und sich hilfsbereiter verhalten. Natürlich ist es auch so, dass Gewaltspiele aggressiver machen. Aber das grundsätzliche Urteil, dass Games nur negative Auswirkungen haben, ist falsch.

Games sind Kultur

Wir wollen auch einen Blick auf aufwändig produzierte und kommerziell sehr erfolgreich Computerspiele werfen. Sie sind beeindruckende Erzählformen der Gegenwart. Ganz haben sie sich noch nicht durchgesetzt, aber sie holen auf und rücken näher an Literatur, Film und Theater heran. Die New York Times erklärte 2018 das Spiel Red Dead Redemption 2 zum Kulturprodukt der Saison. Beim deutschen Computerspielpreis 2020 gewann das Strategiespiel Anno 1880 die Auszeichnung „bestes Spiel“.

Der Deutsche Kulturrat schreibt in seinem Handbuch zur Gameskultur: „Die Entwicklung eines digitalen Spiels ist ein hochkomplexer und vor allem arbeitsteiliger Prozess. Anders als bei etablierten Kulturgütern fehlt vielen Kreativen in der Games-Branche aber (noch) das künstlerische Selbstverständnis, ja das künstlerische Selbstbewusstsein. An einem Filmset fühlt sich fast jeder als Künstler.“

Vielleicht ändert sich das ja bald. Wir wünschen es der Game-Branche und feiern sie und uns mit unserem Jubiläums-Game Marble Adventure. Viel Spaß beim Spielen!

 


Mehr zu 150 Jahre Continental finden Sie auf der Continental-Internetseite und demnächst hier im Magazin. Das Jubiläumsjahr hat gerade erst begonnen.