Alles
und sofort.

Weltweit setzen Unternehmen alles daran, die besten jungen Talente für sich zu gewinnen. Wie das gelingen kann? Mit maximaler Flexibilität

Die Generation Y ist in aller Munde. Doch wer genau ist damit eigentlich gemeint? Englisch ausgesprochen wird das Y zum Why – und das ist auch bereits die Erklärung für den Terminus. Denn es ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit des eigenen Schaffens, die für die zwischen 1980 und 1999 Geborenen immer bedeutsamer wird. Tradierte Ziele wie Status und Prestige, die frühere Generationen prägten, rücken in den Hintergrund. Für die Generation Y beginnt die Lebensfreude nicht erst nach Feierabend, die Arbeit selbst soll bereits Erfüllung bringen. Diesen veränderten Ansprüchen müssen Unternehmen Rechnung tragen – durch vielfältige Optionen zur flexiblen Ausgestaltung des individuellen Arbeitsbereichs.

 

Mobiles Arbeiten bei Continental ermöglicht mir, die Balance zwischen meinem Familienleben und der Arbeit zu finden.

Janette Galvan-Diaz,
Leiterin IT Service Desk

Im Alltag mit Janette Galvan-Diaz
Mobiles Arbeiten bei Continental 

Die Baby-Boomer stellten die Weichen

Mehr Freiräume, mehr Selbstverwirklichung, mehr Zeit für Familie und Freunde – das sind in der öffentlichen Wahrnehmung die zentralen Anliegen der Generation Y. Dahinter steht ein Wertewandel, der durchaus ambivalent betrachtet werden kann. So führte Harvard-Absolvent und Blogger Tim Urban auf seiner viel beachteten Plattform Waitbutwhy.com aus, dass die Elterngeneration der Generation Y, die zwischen 1955 und 1969 geborenen sogenannten Baby-Boomer, mit ihrer Erziehung die Generation Y entscheidend geprägt hat: Die Baby-Boomer hätten so viel erreicht im Leben wie kaum eine Generation zuvor und ihren grenzenlosen Optimismus auf ihre Kinder übertragen. Man könne alles erreichen, was man anstrebe – und alle Möglichkeiten stünden offen. So sei die nachfolgende Generation Y mit der Überzeugung aufgewachsen, im Mittelpunkt einer ganz besonderen Geschichte zu stehen.

 

Geprägt von High-Tech und globalen Krisen

Tim Urban sieht bei einigen Vertretern der Generation Y eine gesteigerte Anspruchshaltung. Frei nach dem Motto: „Jeder findet einen Beruf, der ihn erfüllt, aber ICH bin eben außergewöhnlich wunderbar und MEINE Karriere und MEIN Lebensweg werden neben all den anderen herausragend sein.“ Es liege auf der Hand, dass die Realität solchen Erwartungen nicht immer standhält und auch Ernüchterung oder gar Enttäuschungen hervorbringen kann. Ähnliches konstatierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung, welche die hoffnungsvollen Arbeitnehmer in spe gar in provokanten Schlagzeilen als „Traumtänzer“ titulierte – um dies freilich schnell wieder zu entschärfen. Denn unbestritten ist, dass die junge Generation neben großem Selbstbewusstsein, hervorragender Ausbildung und positivem Denken noch über andere Qualitäten verfügt. Einer der renommiertesten Jugendforscher Deutschlands, der Soziologe Klaus Hurrelmann, stellte fest, dass nachrückende Generationen üblicherweise alles in Frage stellten, was vorherige Generationen auf die Beine gestellt haben. Dies sei bei der Generation Y nicht der Fall, doch der Schluss, dass es sich hier also um übermäßig Angepasste handeln müsse, sei nicht zulässig. Vielmehr seien die Jahrgänge dieser Generation von Geburt an sehr komplexen Veränderungen der fortschreitenden Technisierung und ebenso einer politisch herausfordernden Zeit ausgesetzt gewesen – zum Beispiel die Terroranschläge in New York, Umweltkatastrophen wie in Fukushima oder die weltweite Bankenkrise. Auf höchster internationaler Ebene ist dies, bezogen auf die wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ebenso erkannt worden: So wird José Ángel Gurría, der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), im britischen Guardian mit den Worten zitiert: „Die aktuelle Situation ist schwierig für junge Menschen. Die Rezession hat sie hart getroffen und der Arbeitsmarkt hat sich seitdem kaum verändert.“


Es ist davon auszugehen, dass die gewaltigen Verwerfungen in der Gesellschaft nun ein eher kurzfristig ausgerichtetes Handeln und damit eine hohe Adaptionsfähigkeit der Generation Y bewirken. Vereinfacht gesagt: Das hohe Maß an Flexibilität, dass die jungen Menschen selbst mitbringen, verlangen sie nun auch von ihren Arbeitgebern.

 

 

Ich möchte nicht später zurückblicken und feststellen müssen: Schade, dass ich nie versucht habe, meinen Traum zu leben.

 

Harm Osmers,
Manager Controlling Forschung
und Entwicklung Reifen

An der Linie mit Harm Osmers
Arbeiten in Teilzeit bei Continental

 

Die drei wichtigsten Ziele im Berufsleben

Mehr Informationen zur Continental "Karriere-Umfrage 2016 - Digitalisierung der Arbeitswelt" finden Sie hier

1. Balance zwischen Beruf und Privatem

für 66 % der Studierenden und 58 % der Professionals am wichtigsten

2. Sicherheit des Arbeits­platzes

für 40 % der Studierenden und ebenfalls 40 % der Professionals sehr wichtig

3. Guter Verdienst

für 32 % der Studierenden und 34 % der Professionals wichtig

Unternehmen müssen sich umstellen

Natürlich lässt sich nicht eine gesamte Generation über einen Kamm scheren: Folgt man dem Ergebnis der Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, so ist die Zuordnung von Erwerbstätigen in bestimmte Generationen mit entsprechend geprägten Denkweisen ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Im Bundesministerium für Arbeit und Soziales geht man davon aus, dass Personaler und Recruitingexperten zukünftig umdenken müssen: „Für Arbeitgeber und Führungskräfte ist es wohl an der Zeit, den Glauben an eine Generation Y oder andere homogene Gruppen hinter sich zu lassen. Die Arbeitswelt ist einfach komplexer und schnelllebiger, und die Vorstellungen von guter Arbeit sind vielfältiger.“

Alles andere als homogen – die Generation Y

Auch das Kienbaum Institut an der International School of Management stellte in einer eigenen Absolventenstudie fest, dass Unternehmen zukünftig keinesfalls von einer gleichförmigen Gruppe von Arbeitnehmern ausgehen können. Die Managementexperten unterscheiden zwischen vier unterschiedlichen Typen innerhalb der Generation Y. Während für die „Karriereorientierten“ vor allem der berufliche Aufstieg wichtig sei, versuchten die „Ambitionierten“, gleichermaßen Erfolg, Karriere, Familie und Freunde unter einen Hut zu bringen. Die „Erlebnisorientierten“ wiederum stellten Familie und Freunde in den Vordergrund, sie sähen sich vor allem in abwechslungsreichen Tätigkeiten in kollegialer Arbeitsatmosphäre mit flachen Hierarchien. Bliebe noch der Typus des „Orientierungssuchenden“ – seine Werte und Ziele im Leben seien ihm noch nicht klar, und so erhoffe er sich von seinem zukünftigen Arbeitgeber klare Zielvorgaben und Strukturen zur Förderung der eigenen Stärken.

 
  

Wenn ich zurückblicke auf das Sabbatical, war dieses für mich eine unglaublich tolle Möglichkeit, noch mal etwas komplett anderes auszuprobieren, ohne die berufliche Sicherheit aufzugeben.

Dr. Christopher Schierholz,
Abteilungsleiter Zentrales Materiallabor

Träume leben mit Christopher Schierholz
Sabbaticals bei Continental 

Von der Theorie zur Praxis

Während über das Schlagwort „Generation Y“ wohl weiterhin kontrovers diskutiert werden wird, hat Continental bereits die Weichen gestellt, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Denn eines ist sicher: Flexibilität wird auch für Arbeitgeber immer wichtiger, um junge Talente an sich zu binden. Ob Teilzeitarbeit, Sabbaticals oder mobiles Arbeiten, Continental bietet weltweit eine Vielzahl von Möglichkeiten um Karriere, Privatleben und Interessen auf erfüllende Weise miteinander zu verbinden.

Angebote für mehr als 244.000 Mitarbeiter in aller Welt – auf diese Weise will Continental flexible Arbeitsbedingungen für alle ermöglichen.

Continental Magazin Ausgabe 1/2017