Auf die
harte Tour

Das härteste Rennen der Welt, die Tour der Leiden, die Große Schleife: Das ist die Tour de France

Beim größten Radsportevent der Welt zählen Mannschaftsgeist, Siegeswille und Perfektion. Hier messen sich die Besten, hier werden Superlative definiert und Legenden geboren.

Spektakuläre Ankunft in Paris

Unvergesslicher Moment für Athleten und Zuschauer ist die „Tour d’honneur“: Die Ehrenrunde des Pelotons (la pelote bedeutet im Französischen „das Knäuel“) am letzten Tour-Tag mit spektakulärer Zieleinfahrt auf den Pariser Champs-Élysées ist der größte Lohn für wochenlange Entbehrungen. Der grenzenlose Jubel von Hunderttausenden, Strapaze und Erlösung, Begeisterung und Faszination – all dies findet hier seinen alljährlichen Höhepunkt.

Auf dem Podium

Unter dem Triumphbogen in Paris leuchtete 2018 neben dem alles überstrahlenden Gelben Trikot des Gesamtsiegers Geraint Thomas aus Wales wieder das Gelb des Ausrüsters Continental: So rollte auch der diesjährige Tour-Champion, zuvor in seiner Karriere bereits zweifacher Olympiasieger und dreifacher Weltmeister in der Mannschaftsverfolgung, auf Hightech-Reifen von Continental über die Ziellinie der Frankreich-Rundfahrt. Im Jahr 2013 und von 2015 bis 2017 stand der Brite Chris Froome ganz oben auf dem Podium, ebenfalls mit Unterstützung von Continental. Das macht Lust auf mehr: Deshalb geht Continental auch in den nächsten Jahren als offizieller Partner der Tour de France, des Giro d’Italia und der Vuelta in Spanien ins Rennen.

For years I just kept working hard, waiting for things to happen, and all that work has paid off now.

Geraint Thomas, Sieger der Tour de France 2018
Die Champions der Tour de France 2018 von links nach rechts: der beste Nachwuchsfahrer Pierre Latour (Frankreich), Gesamtsieger Geraint Thomas im Gelben Trikot, Bergkönig Julian Alaphilippe im rot gepunkteten Trikot (Frankreich) und der beste Sprinter im Grünen Trikot Peter Sagan (Slowakei).

Herr Brindley, Sie waren aufgrund des Continental Gewinnspiels dabei, als das Peloton über die Champs-Élysées ins Ziel fuhr. Wie war das?

Ich konnte gar nicht glauben, dass ich das Gewinnspiel gewonnen hatte. Zuerst dachte ich, man hätte mir die E-Mail versehentlich geschickt. Alles was ich dann machen musste, war zum Flughafen fahren – der Rest war komplett durchorganisiert.
Im Hospitality-Bereich auf den Champs-Élysées hatte ich die beste Sicht auf die Ziellinie. Es hat viel Spaß gemacht – zuerst der Werbekarawane zuzusehen, und es war einfach beeindruckend, als die Fahrer so nahe an uns vorbeifuhren. Ein großartiges Rennen! 
 

Vom Heimtrainer auf die Champs-Élysées: Juhani aus Finnland und Aaron aus Großbritannien waren die glücklichen Gewinner der Ride-to-Win Challenge Zwift und Continental.

Sind Sie selbst auch Radsportler?

Ich persönlich versuche, zwei- bis dreimal die Woche zu fahren, ob im Freien oder auf dem Heimtrainer, und ich wechsele auch gern zwischen dem Mountainbike und dem Rennrad. Ich habe das Glück, in der Nähe einiger erstklassiger Mountainbike-Strecken zu wohnen.

Auf Continental Reifen?

Für meine neuen Laufräder habe ich auf die 28-mm-Version des Grand Prix 4000 von Continental gewechselt, und es gefällt mir sehr, wie schnell sie sich anfühlen, mit etwas mehr Fahrkomfort.

Wer wird 2019 auf dem Treppchen stehen?

Es wird mir nächsten Sommer fehlen, an der Ziellinie zu stehen, es war wirklich ein unvergessliches Wochenende. Natürlich wird es auch nächstes Jahr – wie in jedem Jahr – schwer werden, das Team Sky aufzuhalten, aber ich würde mich sehr freuen, wenn einer der Yates-Brüder gewinnen würde, da es dieses Jahr so spannend war, ihnen zuzusehen.

Für uns als Radfahrer steht fest, dass Continental Reifen die besten Reifen der Welt sind – für alle Anforderungen, für jedes Wetter.

 

Servais Knaven, Sport Director Team SKY
#
So sehen Sieger aus – sieben Tour-Fahrer des Teams Sky von links nach rechts: Jonathan Castroviejo, Luke Rowe, Tour-de-France-Gewinner Geraint Thomas, Chris Froome, Wout Poels, Egan Arley Bernal Gomez und Michał Kwiatkowski.

Ohne Team kein Triumph

Auch wenn das Treppchen immer nur wenigen Fahrern vorbehalten ist: Radsport ist Teamsport. Dies verdeutlicht besonders die überragende Leistung von Team Sky – unter Leitung des Teamchefs David Brailsford und auf Reifen von Continental. Das Team hat seinen beiden Top-Fahrern Geraint Thomas und Chris Froome über fast dreieinhalb Tausend Kilometer unermüdlich zugearbeitet und damit die Erfolge des gesamten Teams erst ermöglicht. Sechs der Top-Ten-Fahrer der diesjährigen Tour de France vertrauten übrigens ebenfalls dem deutschen Reifen-Know-how: Neben Thomas und Froome waren es aus den anderen Teams der Franzose Romain Bardet für Team AG2R auf Platz 6, der Spanier Mikel Landa (Movistar, Platz 7), der Russe Ilnur Sakarin (Katusha Alpecin, Platz 9) und der Kolumbianer Nairo Quintana (Movistar, Platz 10).

Das beste Material ist gerade
gut genug

Mehr als 80 Stunden insgesamt sitzen die Radprofis während der dreiwöchigen Tour im Sattel und quälen sich bei wilden Sprints, verbissenen Verfolgungen und kühnen Ausreißversuchen. Hinzu kommen Wettertorturen wie Hitze, Regen und Sturm sowie Strecken unterschiedlichster Qualität – wie z. B. die berüchtigten „Pavets“, die durchrüttelnden Kopfstein-Pflaster nach Roubaix. Dann das zermürbende Klettern über endlose Steigungen, die dünne Luft am Tourmalet, rasanteste Abfahrten, das einsame Duell gegen die Uhr beim Zeitfahren oder die Monotonie in der Hölle des Nordens: Kein Zweifel, dieser Radsport und die immer mitfahrende Sturzgefahr sind pure Herausforderung. Doch nicht nur die Fahrer müssen über sich hinauswachsen: Auch das Material ist härtesten Belastungen ausgesetzt. Darauf sind die Reifen durch intensive Materialtests und akribische Forschung perfekt abgestimmt: Sieben der 22 World-Tour-Teams setzen in diesem Jahr auf Continental Rennreifen der Serie „Competition Pro LTD“.

Das schwarze Gold aus Korbach

Die Spezial-Rennreifen aus dem Continental Reifenwerk im hessischen Korbach werden in aufwendiger Handarbeit hergestellt.

 

BlackChili Compound
Mehr Grip und Laufleistung bei weniger Rollwiderstand: Reifen mit der revolutionären Laufstreifenmischung Black Chili Compound erreichen ein noch nie da gewesenes Leistungsniveau. Dabei werden neue synthetische Kautschuke mit Naturkautschuk zu besonders leistungsfähigen Profilmischungen veredelt und durch spezielle, auf den jeweiligen Reifen abgestimmte Rußpartikel im Nanobereich ergänzt.

Traditionell fortschrittlich
Mit Continental begann die Reifenherstellung für Fahrräder in Deutschland: Die ersten luftgefüllten Modelle, damals noch als Pneumatics bezeichnet, wurden 1892 produziert – noch vor den ersten Autoreifen.

Vectran™ Breaker
Pannenschutz neu definiert: Vectran ist eine synthetisch hergestellte Hightech-Faser mit Spinnseide als natürlichem Vorbild. Es wird aus einem geschmolzenen Flüssigkeitspolymer gesponnen und zu mehrfaserigem Garn weiterverarbeitet. Vectran ist enorm reißfest, extrem leicht und damit ideal als Pannenschutzeinlage geeignet.

Auch der Tross muss sicher ans Ziel kommen

Im Jahr 2018 gehörten zum Tour-begleitenden Tross mehr als 4.000 Personen, von den Organisatoren bis zu den Medienvertretern. Alle offiziellen Fahrzeuge der Tour de France, mit denen Renndirektion, Ärzte, Zeitnehmer und Serviceprofis unterwegs sind, sind mit einer exklusiven Edition des neuesten Pkw-Reifenmodells PremiumContact 6 ausgestattet. Sicherheit ist für Continental immer das oberste Gebot: So ist auch bei der Tour de France die Unternehmensvision „Vision Zero“ – keine Unfälle und Verkehrsopfer mehr – das erklärte Ziel.

 
 

Die Champions der nächsten Generation

Der Tour-Nachwuchs steht bereits am Start und wird gezielt an das Spitzenfeld herangeführt: Jährlich werden die größten Talente eingeladen, vor dem Hauptfeld der Tour de France als offizielle „Cadets Juniors du Tour“ zu fahren. Dabei sind die jungen Fahrer unter denselben Bedingungen wie die Profimannschaften unterwegs und schnuppern echte Rennluft: Zwei Stunden vor dem Hauptrennen gehen sie an den Start, fahren die ersten und letzten 30 km der jeweiligen Etappe und gelangen unter dem Beifall der Zuschauer über die Ziellinie – die Ankunft des Hauptrennens dürfen sie von der Loge aus verfolgen. Im Gegensatz zur eigentlichen Tour de France gibt es übrigens bei den jungen Fahrern weder Zeitmessungen noch Ranglisten, vielmehr geht es darum, den einzigartigen Charakter der Tour zu verinnerlichen. Und wer weiß? Vielleicht stehen einige von ihnen schon bald gemeinsam mit den Profifahrern, denen sie jetzt noch zujubeln, auf dem Siegerpodest. Continental freut sich als offizieller Partner darauf, neue Generationen von Talenten auf ihren Etappen zu begleiten.

Die Tour schreibt ihre eigenen Geschichten

    1. In den 20er Jahren wurde während der Fahrt fleißig geraucht, weil man dachte, dies würde vor Steigungen die Lungen weiten. In den 60er Jahren wiederum wurde während der Fahrt von vielen Teilnehmern der Tour Alkohol konsumiert, weil man so die Schmerzen in den Beinen lindern wollte.

    2. 2018 waren insgesamt 44.400 Höhenmeter zu überwinden: Dies entspricht ungefähr fünfmal der Höhe des Mount Everest.

    3. Der diesjährige Gewinner der 9. Etappe nach Roubaix produzierte während seiner Fahrt 313 Watt – damit hätte er ungefähr 150 Smartphones aufladen können.

    4. 10 Liter Flüssigkeit (Wasser und Elektrolytgetränke) verbraucht durchschnittlich jeder Fahrer pro Etappe, je nach Klima und Höhenmetern kann es auch die doppelte Menge sein.

    5. Von den Fahrern geleerte Trinkflaschen werden fortgeworfen und als begehrte Fanartikel gesammelt. Doch nicht alle Flaschen werden gefunden: Deshalb setzen viele Teams bereits auf Flaschen, die zu 100 % aus biologisch abbaubarem Material bestehen.

    6. Das gesamte Peloton verbraucht während der Tour ungefähr 800 Reifen.

    7. Den knappsten Ausgang der Tour de France gab es 1989, als sich Greg LeMond mit 8 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Laurent Fignon durchsetzte. Nach über 3.200 Kilometern Gesamtstrecke der Tour entsprach das umgerechnet 82 Metern.

    8. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Tour hat sich von 25,67 Stundenkilometer im Jahr 1903 bis hin zu heute durchschnittlichen Werten von ca. 40 Stundenkilometer gesteigert.

    9. Auch an Ruhetagen verbringen die meisten Athleten mehrere Stunden auf ihren Rädern, um das Übersäuern ihrer Muskeln zu vermeiden.

    10. Ein Teilnehmer der Tour verbraucht im Sattel insgesamt mehr als 120.000 Kalorien, die Energiemenge entspricht ungefähr 12 Big Macs täglich.

     

    11. Bis zum Jahr 1937 gab es keine Gangschaltungen während der Tour de France. Die Fahrer mussten die Getriebeübersetzung für Klettern und Bergabfahrt manuell ändern und dafür anhalten.

    12. Der erste Tour-Sieger nach dem zweiten Weltkrieg, der Franzose Jean Robic im Jahr 1947, war von sehr kleiner Statur. Um seine Gewichtsnachteile auszugleichen, nahm er auf den Abfahrten mit Blei gefüllte Wasserflaschen mit. Als man ihm solche Feststoffe verbat, verwendete er mit Quecksilber gefüllte Flaschen.


    13. Die längste Tour fand im Jahr 1926 statt. An 17 Tagen legten die Fahrer insgesamt 5745 Kilometer zurück, was einer durchschnittlichen Tagesstrecke von 338 Kilometern entsprach.

    14. Vier Fahrer konnten die Tour fünfmal gewinnen: der Franzose Jacques Anquetil, der Belgier Eddy Merckx, der Franzose Bernard Hinault und der Spanier Miguel Indurain.

    15. Einen der spektakulärsten Triumphe aller Zeiten erzielte Eddy Merckx im Jahr 1969, als er die Gesamtwertung, die Bergwertung, die Punktewertung und die rote Rückennummer für den angriffslustigsten Fahrer gewann.

    Der Blick in den Radsportkalender zeigt: Das nächste Rennen kommt bestimmt. Im April 2019 starten die Frühjahrsklassiker wie die Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix, der Wallonische Pfeil und Lüttich–Bastogne–Lüttich. Der Giro d’Italia, die legendäre Italienrundfahrt, schließt sich an, gefolgt von der Tour de France und der Vuelta in Spanien. Mit Sicherheit dann ebenfalls wieder im Sattel: viele der Champions der Tour de France – auf Reifen von Continental.